Industriebrachen als Kulturlandschaften

 

Was macht man mit stillgelegten Industrieanlagen?  Abreißen? Neu bebauen? Begrünen? Als Veranstaltungsort nutzen?

 

Eine Fotoreportage der Süddeutschen Zeitung (http://www.sueddeutsche.de/reise/ruhrgebiet-landschaftspark-duisburg-toll-dass-es-hier-mal-so-haesslich-war-1.2920795) zeigt den Landschaftspark Duisburg: Alte Industrieanlagen umgeben von Natur, an den Hallenwänden Projektionen der schweren Arbeit, das größte Indoor-Tauchbecken Europas, ein Hochseilparcours zwischen alten Gießereimaschinen, Veranstaltungen wie Kino und Theater und vieles mehr...

 

Auf einem der Fotos der SZ ist eine Blumenwiese zu sehen. Im Hintergrund türmen die Schlote und Werkhallen der einstigen Industrieanlage. Darunter die Beschreibung:

 

"In gewisser Weise hat die Geschichte im Landschaftspark einen Kreis vollzogen, denn bevor die Industrie das Gelände eroberte, prägten hier Bauernhöfe, Obstbäume und Äcker das Bild."

 

Hier wird klar: Es geht um die Geschichte und Tradition einer Region. Die Industrie, die die Identität der Region maßgeblich geprägt hat, findet sich immer noch in der Landschaft wieder. Nur ist sie nun anders inszeniert. Der schmerzliche Bruch der regionalen Identität, der mit der Deindustrialisierung einherging, wird durch die Pflege der Industrielandschaft und ihre Einbettung in einen neuen kulturellen Kontext geheilt. Die Tradition wird nicht vergessen, die Geschichte bleibt lebendig.

 

Mit Sicherheit einen Besuch wert!

http://www.landschaftspark.de/der-park

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Stefan Balazs (Dienstag, 10 Mai 2016 19:13)

    Ich finde am Landschaftspark besonders spannend, dass man Stecklinge vom Hubschrauber aus abgeworfen hat, die ihre Wurzeln dort schlagen durften, wo sie landeten.

  • #2

    Lilly Sterling (Samstag, 04 Februar 2017 12:32)


    Good post. I definitely appreciate this site. Continue the good work!